Amortisationsrechnung Bioenergie



Wenn man sich für eine Investment in die Bioenergie in Form einer Bioenergie-Anlage entschieden hat, dann wird vor allem der Ertrag, wie zuvor angeführt, von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Denn neben der Grundvergütung kann der Betreiber der Anlage je nach Größe und Nutzungsart noch bis zu fünf verschiedene Boni zusätzlich erhalten, was in der Summe mehr als 17 Cent zusätzlicher Vergütung pro kWh ausmachen kann. Insofern gibt es auch bei einer beispielhaften Amortisationsrechnung viele Variablen, die dann im Einzelfall berücksichtigt werden müssen. Dennoch ist eine solche Rechnung natürlich zur Orientierung hilfreich, damit man ungefähr weiß, ab wann sich die Investition voraussichtlich rentieren wird. 



Nach wie vielen Jahren ist die Investition amortisiert – Beispielrechnung



Die Beispielrechnung, nach welchem Zeitraum sich die Kosten für eine Bioenergieanlage amortisiert haben, basiert auf dem Betrieb einer Biogasanlage. Abhängig ist die Menge des produzierten Stroms hier natürlich von der Menge des Biogases, welche wiederum von der Zufuhr der Rohstoffe abhängt. Im Beispiel wird eine Menge von 6.000 Kubikmeter Biogas durch nachwachsende Rohstoffe in Form von Wiesengras je Hektar Anbaufläche im Jahr als Wert angenommen. Pro Kubikmeter Biogas kann je nach Zusammensetzung und Anteil des Methans eine Strommenge von durchschnittlich zwei kWh
Bioenergie Amortisation
erzeugt werden. Dabei geht man davon aus, dass für etwa 2.500 Kubikmeter zu produzierendes Biogas eine Anlage mit einer Leistung von einem kW notwendig ist. Im Beispiel beträgt die Anbaufläche neun Hektar, sodass also rund 56.000 Kubikmeter Biogas erzeugt werden können, was zu einer produzierten Strommenge von 112.000 kW im Jahr führt. Die Anlage müsste demnach eine Leistung von rund 21 KW haben. 

Der Erlös aus diesen 112.000 kW beträgt zunächst einmal 12.812 Euro jährlich in Form der Grundvergütung. Zudem kommt noch der NawaRo-Bonus von 6,86 Cent/kWh gezahlt, was eine weitere Summe von jährlich 7.683 Euro ergibt. Andere mögliche Boni werden aus Vereinfachungsgründen hier nicht mit eingerechnet, sodass die Gesamtvergütung pro Jahr also rund 20.500 Euro beträgt. Bei den Investitionskosten geht man davon aus, dass diese bei kleineren Biogasanlagen, wie die Anlage im Beispiel, bei etwa 4.000 Euro je kW Anlagenleistung liegen. Bei der Anlage im Beispiel ist demnach von Investitionskosten von rund 84.000 Euro auszugehen, die sich aufgrund der Einnahmen schon in gut vier Jahren amortisiert haben werden. 





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