Bioenergie Einspeisevergütung



Im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist für jede Form der regenerativen Energie eine bestimmte Einspeisevergütung festgelegt, so auch für denjenigen Strom, der aus der so genannten Biomasse gewonnen wird. Man spricht hier auch von der Bioenergie als Oberbegriff und zudem ist das Biogas eine spezielle Form der Energie aus Biomasse. So wird im Allgemeinen beispielsweise Strom als Bioenergie bezeichnet, der aus Biogas oder auch aus Pflanzenöl hergestellt wird. Wie bei fast allen anderen Förderungen im Bereich der regenerativen Energien, so richtet sich die Höhe der Einspeisevergütung auch bei der Bioenergie/Biomasse nach der Größe der betriebenen Anlage. Neben der Grundvergütung gibt es zudem noch diverse zusätzliche Vergütungen, die der Betreiber unter bestimmten Voraussetzungen erhalten kann, wie beispielsweise einen Bonus für so genannte nachwachsende Rohstoffe, kurz als NawaRo-Bonus) bezeichnet, einen Technologie- und einen KWK-Bonus. Auf diese zusätzlichen Vergütungsmöglichkeiten wird im Folgenden noch näher eingegangen. 



Die Grundvergütung im Bereich der Bioenergie



Wie schon kurz erwähnt, richtet sich die Einspeisevergütung in Form der Grundvergütung auch im Bereich Bioenergie nach der Anlagengröße. Derzeit (Juni 2011) wird für eine Anlage mit einer Leistung von bis zu 150 kW Leistung eine Grundvergütung von 11,44 Cent/kWh gezahlt. Anlagen mit einer
Bioenergie Einspeisevergütung
solchen Leistung sind meistens Einzelanlagen in Form einer Biogasanlage, die beispielsweise von einem Landwirt betrieben wird. Für Anlagen mit einer größeren Leistung wird eine geringer werdende Einspeisevergütung gezahlt. Die Grundvergütung beträgt bei Anlagen von über 150 bis zu 500 kW an Leistung neun Cent, bei Anlagen zwischen 501 und 5.000 kW sind es 8,09 Cent und beim Betrieb einer Anlage mit einer Leistung bis zu 20.000 kW werden 7,63 Cent/kWh gezahlt. Darüber hinaus können noch die nun folgenden Bonusvergütungen gezahlt werden. Nach der Inbetriebnahme der Anlage verringern sich übrigens sowohl Grundvergütung als auch etwaige Bonusvergütungen um jährlich ein Prozent. 

Welche Bonusvergütungen sind erhältlich?



Neben der Grundvergütung wird als ein möglicher Bonus ein NawaRo-Bonus gezahlt. Und zwar erhält man diese Bonusvergütung von 6,86 Cent/kWh (Anlagenleistung bis 500 kW) bzw. von 3,92 Cent/kWh (Anlagengröße bis 5.000 kW) bei Biogas dann, wenn aus nachwachsenden Rohstoffen Energie gewonnen wird. Zu diesen verwertbaren nachwachsenden Rohstoffen gehören vor allem Pflanzen und Pflanzenteile aus dem landwirtschaftlichen Bereich, wie beispielsweise Mais oder Weizen. Bei Biomasse wird ein etwas abweichender Bonus gezahlt, der je nach Anlagengröße zwischen 5,88 und 3,92 Cent/kWh beträgt. Ferner gibt es auch noch einen Güllebonus von bis zu 3,92 Cent/kWh, einen Landschaftspflegebonus von 1,96 Cent/kWh, einen Technologie-Bonus von ebenfalls 1,96 Cent/kWh, einen KWK-Bonus (Kraft-Wärme-Kopplung) von 2,94 Cent/kWh und auch noch einen Emissionsminderungsbonus von 0,98 Cent/kWh. Addiert man diese verschiedenen Bonusvergütungen und die Grundvergütung, so kann der Betreiber einer Bioenergie-Anlage derzeit im Idealfall eine relativ hohe Einspeisevergütung von insgesamt 30,06 Cent/kWh erhalten. . 





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