Geothermie Technik



Die Energiegewinnung aus der vorhandenen Erdwärme, auch als Geothermie bezeichnet, ist die neueste Form der Produktion von Heizenergie aus erneuerbaren Energiequellen. Der Anteil der Geothermie an der Summe der produzierten Energien ist noch sehr gering, was vor allem daran liegt, dass eine Geothermie-Anlage und die damit verbundene Energieerzeugung noch relativ teuer sind. Vom Potenzial her steht mit der Erdwärme allerdings ein nahezu unerschöpflicher Energielieferant zur Verfügung. Die Energiegewinnung funktioniert sehr vereinfacht dargestellt so, dass Wasser in die Erde geleitet wird, dort aufgrund der vorhandenen Temperatur erwärmt wird und dann über Pumpen wieder an die Oberfläche befördert wird. 



Wie funktioniert eine Geothermie-Anlage im Detail?



Geothermie Technik
Die einfachste Form der Energieerzeugung aus Erdwärme ist die so genannte oberflächennahe Geothermie. Hier wird im Prinzip die Energie genutzt, die in der Erde selbst oder auch im Grundwasser bis zu einer Tiefe von 400 Metern gespeichert ist. Die dort herrschenden Temperaturen bewegen sich konstant zwischen etwa acht und zwölf Grad Celsius. Die Basis der Geothermie-Anlage ist die Erdwärmepumpe. Vereinfacht dargestellt funktioniert eine solche Wärmepumpe so, dass sie der Umgebung (der Erde) Wärme entzieht und diese einem bestimmten Heizsystem zuführt. Zudem erhitzt die Wärmepumpe die entzogene Erdwärme auf etwa 45 Grad, da Temperaturen von 8-12 Grad natürlich nicht ausreichen. Wichtig ist bei diesem Prozess, dass die so produzierte Energie höher ist als die Energie, welche man der Wärmepumpe in Form von Strom zum Betrieb zuführen muss. 

Der Ablauf der Energiegewinnung



Nachdem eine Bohrung in bestimmten Tiefen des Erdreichs stattgefunden hat, wird Wasser durch einen Kollektor oder eine Sonde gesammelt bzw. der Erde zugeführt. Wie schon kurz erwähnt, wird dem Wasser dann die Wärme entzogen, welches sich durch die umliegende wärmere Erde auf das Wasser übertragen hat. Dies geschieht mittels der Wärmepumpen, die gleichzeitig unter dem Vorgang der Verdichtung die Temperaturen erhöhen. Die so erzeugte Wäre wird dann gespeichert und kann zum Beispiel zum Heizen eines Hauses genutzt werden. Neben der oberflächennahen Geothermie gibt es auch noch die Tiefengeothermie. Hier wird die Erdwärme in einer Tiefe von bis zu fünf Kilometern genutzt. Der Vorteil ist, dass die Temperaturen natürlich in der größeren Tiefe wesentlich höher sind, denn man kommt den Erdkern etwas näher, in welchem Temperaturen von mehreren tausend Grad herrschen. Zudem ist es ein Vorteil, dass die Tiefengeothermie auch zur Erzeugung von Strom genutzt werden kann. 





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