Wasserkraft Einspeisevergütung



Neben der Solarenergie und der Windkraft zählt die Wasserkraft zu den drei am meisten genutzten regenerativen Energien und ist im Prinzip sogar die älteste Form dieser Art von umweltschonender Energiegewinnung und Umwandlung in Strom. Insofern ist es logisch, dass im Erneuerbaren-Energien-Gesetz auch eine Einspeisevergütung festgeschrieben ist, die an die Inhaber von Wasserkraftwerken gezahlt wird, deren mit Wasserkraft produzierter Strom in das öffentliche Netz eingespeist wird. Was die Höhe der Einspeisevergütung betrifft, so ist diese mitunter auf den ersten Blick etwas undurchsichtig, denn es wird zum einen nach der Leistung der Wasserkraftanlage entschieden und zudem danach, ob die Anlage vor oder ab 2009 erstmalig genutzt wurde. Ferner gibt es noch einen Unterschied zwischen neu errichteten und modernisierten Wasserkraftanlagen. Insofern werden die verschiedenen Vergütungssätze in der Folge in die beiden Gruppen vor und ab 2009 eingeteilt. 



Die Vergütungssätze für Anlagen, die vor 2009 betriebsbereit wurden



Die Einspeisevergütung für neuen Wasserkraftanlagen, die eine Leistung von bis zu 500 KW haben, beträgt für bis einschließlich 2008 erbaute Anlagen 9,67 Cent/kWh. Hat die Anlage eine Leistung
Einspeisevergütung Wasserkraft
zwischen 501 KW und zwei MW, dann liegt die Vergütung bei 6,65Cent/kWh, ebenso bei Anlagen mit einer Leistung zwischen 2,01 MW und bis zu fünf MW. Sind die Wasserkraftanlagen nicht vor 2009 erbaut, sondern vor 2009 modernisiert worden, so gelten exakt die gleichen Einspeisevergütungen, wie zuvor genannt. Wurden die Anlagen zwar vor 2009 erstmals genutzt, aber in 2009 oder danach modernisiert, dann gelten andere Einspeisevergütungen. Diese betragen dann 11,67 Cent/kWh (bis 500 KW) sowie jeweils 8,65 Cent/kWh für Anlagen mit einer Leistung zwischen 501 KW und 5 MW. 

Die Vergütungssätze für Anlagen, die ab 2009 erstmals genutzt wurden



Für alle Wasserkraftanlagen, die ab dem 1. Januar 2009 erstmalig genutzt wurden, gelten die Einspeisevergütungen des EEG 2009, die übrigens auch heute (Juni 2011) noch aktuell sind. Auch hier wird nach wie vor nach der Leistung der Anlage differenziert. Wurde eine Wasserkraftanlage ab 2009 neu errichtet und hat diese Anlage eine Leistung von bis zu 500 KW, so erhält der Betreiber aktuell eine Einspeisevergütung von 12,67 Cent/kWh. Bei Anlagen mit einer Leistung zwischen 500 KW und zwei MW werden 8,65 Cent/kWh gezahlt und bei Anlagen zwischen zwei und fünf MW sind es dann noch 7,65 Cent/kWh. Für Anlagen mit einer noch höheren Leistung fallen die Vergütungssätze übrigens bezüglich der Modernisierung. Denn wurde eine Anlage mit einer Leistung von beispielsweise 25 MW in 2009 oder später modernisiert, so beträgt die Einspeisevergütung noch 4,35 Prozent. Bei neuen Anlagen gibt es übrigens eine Degression von einem Prozent pro Jahr. 





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